Vor dem letzten Krieg gab es in Pommern mehrere wichtige Bibliotheken, die sehr viel pommersche Literatur gesammelt haben. Dies waren -als wichtigste Bibliothek- die Universitätsbibliothek in Greifswald und z.B. die Bibliothek der ,,Gesellschaft für Pommersche Geschichte und Altertumskunde``, die Stadtbibliothek in Stettin oder die von-der-Ostensche Bibliothek auf dem Schloß in Plathe4.1.
Da diese Bibliotheken nach dem Krieg für die mehrheitlich in Westdeutschland siedelnden Pommern nicht oder schwer verfügbar waren, wurden dort mehrere Bibliotheken, die Pommern oder die deutschen Ostgebiete insgesamt als Sammelschwerpunkt haben, neu gegründet. Weiterhin ist ,,Die Deutsche Bibliothek`` als deutsche ,,Nationalbibliothek`` für die Zeit ab 1913 zu nennen.
Bei den Bibliotheken gibt es 2 verschiedene Arten - auf der einen Seite die Präsenzbibliotheken, wo man die Bücher i.a. nur vor Ort einsehen kann, und auf der anderen Seite die Leihbibliotheken, die zumeist auch an die ,,Fernleihe`` angeschlossen sind. In den Leihbibliotheken kann man sich die Bücher mit nach Hause nehmen oder wenn die Bücher nicht vor Ort sind, diese erst gegen geringe Gebühr über die ,,Fernleihe`` bestellen.
Um den Wert und Nutzen dieser Bibliotheken abschätzen zu können, ist es erstmal wichtig zu wissen, wieviele Schriften zu Pommern (sogenannte Pomeranica) dort vorhanden sind. Es wurde versucht dies in Zahlen gefasst mit anzugeben. Der zweite Aspekt ist aber die Verfügbarkeit der Literatur - also Öffnungszeiten und Ausleihe. Wenn eine Bibliothek nur zwei Mal in der Woche vormittags für jeweils drei Stunden geöffnet hat, dann ist diese für Berufstätige schlichtweg unbrauchbar. Erst wenn man die Bibliothek auch abends besuchen kann und die Bücher außer Haus ausleihen kann, ist der Nutzen groß.