Kurz vor Kriegsbeginn nahm am 26. August 1939 die nach dem Genfer Abkommen über die Behandlung der Kriegsgefangenen vorgeschriebene nationale Auskunftsstelle in Berlin unter der Bezeichnung ,,Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegerverluste und Kriegsgefangene (WASt)`` ihre Tätigkeit auf. Die Aufgaben dieser Stelle waren u.a. die Auskunfterteilung über fremdländische Kriegsgefangene und hauptsächlich die Erfassung der Verluste der deutschen Wehrmacht.
Nach kriegsbedingter Einstellung der Arbeit 1945, nahm die Dienststelle - nun unter dem Namen ,,Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht`` Anfang 1946 die Tätigkeit wieder auf. Mit Beschluß des Alliierten Kontrollrats vom 14.06.1946 wurde die WASt beauftragt, die aus den internationalen Verpflichtungen und reichsgesetzlichen Aufgaben entstehenden Arbeiten weiter fortzuführen. Die ursprünglichen Aufgaben haben sich durch eine umfangreiche Kriegsfolgengesetzgebung wesentlich erweitert.
Aus allen diesen Unterlagen gibt die WASt den Betroffenen selbst, deren Angehörigen oder Rechtsnachfolgern sowie Behörden zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben Auskunft. Man bekommt dort Informationen zu Erkennungsmarken, Feldpostnummern, Kriegssterbefallanzeigen, Kriegsgräbern u.v.m.; unter Umständen auch Informationen zu Kriegsgefangenschaft oder Orden und Ehrenzeichen.
| Adresse: | Deutsche Dienststelle (WASt), Eichborndamm 179, D-13403 Berlin |
| Telefon: | 0 30/ 41 90 4-0 |
| Telefax: | 0 30/ 41 90 41 00 |
| Internet: | http://www.com-de.pair.com/wast/ |
| Öffnungszeiten: | Mo-Fr: 9-14.00 Uhr (Besucherbüro) |
| Gebühren: | Auskünfte zu Personalpapieren sind kostenlos |
| Auskünfte aus sonstigem Schriftgut sind kostenpflichtig: DM 8,- je angefangene Seite und Zuschläge bei besonderen Schwierigkeiten |
Bei Anfragen sind genaue Angaben zum dem Gesuchten notwendig: vollständiger Name, Geburtsdatum, Geburtsort; wenn möglich auch letzte Einheit und letzter Dienstgrad.