Das Spektrum der Archivalien ist sehr groß - man findet im Bundesarchiv z.B. Register jüdischer Gemeinden in u.a. Pommern aus dem 19. Jahrhundert oder Bestände wie ,,Katholischer Siedlungsdienst e.V., Freie Prälatur Schneidemühl`` (1930-1941).
An Beständen des ehemaligen Zentralen Staatsarchives der DDR sind besonders die Unterlagen des Reichssippenamtes (s. auch Zentralstelle für Genealogie) interessant. Direkt beim Reichssippenamt sind Unterlagen bei der Verzeichnung der Schriftdenkmäler entstanden. Darunter befinden sich z.B. Zählbögen für pommersche Gemeinden und Städte, die Angaben über (damals) vorhandene Kirchenbücher, Duplikate, Urkunden, Amtsbücher, Innungsschriftgut etc. enthalten.
Nicht beim Reichssippenamt entstanden, aber um 1940 (und 1983 ins Zentrale Staatsarchiv der DDR) wurden dorthin die Ergänzungskarten zur Volkszählung vom 17. Mai 1939 gebracht2.41. Hierbei handelt es sich um die Ergänzungskarte II, die bei der Volkzählung in sämtlichen Gemeinden von allen Bürgern ausgefüllt werden mußte und Informationen über die in den Haushalten lebenden Personen mit einigen persönlichen Angaben, wie Studium o.ä., enthalten. 2.42
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Bei den von den Amerikanern verfilmten Unterlagen befinden sich z.B. eine NSDAP Ortsgruppenkartei (2.275 Mikrofilmrollen), eine NSDAP Zentralkartei (3.167), NSDAP Anträge (120), eine NSDAP Parteizählung vom Juli 1939 (121), Unterlagen einer Einwohnerzentrale (8.403), Personalunterlagen der SA (716) und SS (2.816) oder Material der NS Frauenschaft (2.418). Für die Benutzung der Unterlagen im Bundesarchiv gelten natürlich die Bestimmungen des Datenschutzgesetzes.