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Stadtarchive

Bedingt durch die Geschichte - angefangen mit der feierlichen Gründung, des Erwerbs und der Festschreibung von Rechten, der Vertretung und Durchsetzung der Rechte, bis hin zur Verwaltung des städtischen Gemeinwesens - sind in den Städten sehr viele Handschriften und Akten entstanden.

Früher wurden diese Archivalien zumeist im Rathaus mehr schlecht als recht gelagert. Es gab damals keine Archivare, die sich um die Pflege, Sicherung oder Verzeichnung der Archivalien bemüht haben. Hinzu kamen Katastrophen, wie Kriege oder Stadtbrände, die neben Leben, Hab' und Gut der Einwohner, auch manchmal die wertvollen Stadtarchive vernichtet haben (z.B. in Damgarten 1928 oder in Stettin 1945). Teilweise wurden aus Platzgründen auch alte Akten, die vermeintlich ohne Nutzen waren, versteigert oder vorsätzlich vernichtet.

Was heute noch an städtischen Archivalien erhalten geblieben ist, ist vom Inhalt und Umfang sehr unterschiedlich. In den größeren und bedeutenderen Städten sind zum einen viel mehr Archivalien angefallen und es wurde i.a. auch die Bedeutung und der Wert der Archivalien eher erkannt - es wurden eigene Räume für die Archive zur Verfügung gestellt und in jüngerer Zeit auch Archivare eingestellt. Die kleineren Städte, die sich solch einen ,,Luxus`` nicht leisten konnten, haben ihrerseits die alten archivwürdigen Unterlagen häufig als Deposita an das Provinizialarchiv Stettin oder das Staatsarchiv resp. Landesarchiv Greifswald abgegeben (z.B. 1982 bzw. 1983 die alten Bestände des Stadtarchivs Wolgast bzw. Anklam). Eine Ausnahme bildet die Stadt Bergen/Rügen, die ihr historisches Stadtarchiv im örtlichen Kreisarchiv deponiert hat.

Heute haben nur relativ wenige vorpommersche Städte noch selbständige Stadtarchive, die auch als Endarchiv fungieren und Schriftgut aus vergangenen Jahrhunderten besitzen (s. die folgenden Seiten). Darüberhinaus gibt es noch einige Städte, die auch Stadtarchive besitzen, wobei diese Archive lediglich Zwischenarchive sind, also die Altregistraturen der Stadtverwaltung aufbewahren (z.B. Grimmen und Wolgast). Diese Zwischenarchive sind aber teilweise nicht öffentlich.





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© 1998 by Gunthard Stübs