Die Verwaltung von Pommern
Zur Zeit der Herzögen bestand Pommern
aus 2 Herrschaftsbereichen - zum einen den Ländereien, die den Herzögen
bzw. ihren Vasallen unterstanden und zum anderem dem geistlichen Land des
Bistums Cammin und der einzelnen Klöster. Als dritte "Macht"
traten die Städte auf, die eigenes
Land besaßen.
Das Herrschaftsgebiet der pommerschen Herzöge war oftmals kein einheitliches
Gebiet, sondern war zwischen den einzelnen Herzögen in Teilherzogtümer
aufgeteilt.
Zu verschiedenen Zeiten gab es die unten folgenden Herzögtümer:
- Herzogtum Barth
- Herzogtum Pommern
- Herzogtum Pommern-Demmin
- Herzogtum Pommern-Stettin
- Herzogtum Pommern-Wolgast
- Fürstentum Rügen
- Herzogtum Stolp
- Bistum Cammin
- Domkapitel Cammin
- Grafschaft Naugard
- Land Kolberg
Im Jahr 1616 wurde von Herzog Philipp II. Pommern in 11 Kreise eingeteilt.
Diese Einteilung hat sich während des 30jährigen Krieges jedoch
nicht bewährt.
Nachdem auf dem Wiener Kongreß im Jahre 1815 auch Neuvorpommern
(das Gebiet nördlich der Peene) vom Königreich Schweden zu
Preußen kam, war Pommern wieder vereinigt.
Die Preußen führten in ganz Pommern eine moderne Verwaltungseinteilung
ein. An die Stelle der alten Ämter und den, nach Besitzungen der Adligen
eingeteilten, Kreisen traten nun drei Regierungsbezirke mit insgesamt 25
zusammenhängenden Kreisen.
- Das Gebiet von Mittelpommern wurde im Regierungsbezirk
Stettin vereinigt.
- Das Gebiet von Neuvorpommern, daß sich noch einige Jahre lang der
Einführung des preußischen Landrechts wiedersetzte, wurde im
Regierungsbezirk Stralsund
zusammengefaßt. Dieser Regierungsbezirk wurde erst 1932 aufgelöst
und mit dem Regierungsbezirk Stettin
vereinigt.
- Für die ostpommerschen Kreise wurde der
Regierungsbezirk Köslin geschaffen,
der in seinen Grenzen bis in die 30er Jahre dieses Jahrhunderts Bestand
hatte.
- Im Jahre 1938 kamen dann einige Kreise der ehemaligen Provinzen
Westpreußen und Posen, die seit 1922 in der Provinz Grenzmark Posen -
Westpreußen zusammengefaßt wurden, und zwei Kreise der Neumark
zu Pommern dazu. Für diese Kreise und zwei Kreise aus dem
Regierungsbezirk Köslin wurde dann
der Regierungsbezirk Grenzmark Posen -
Westpreußen geschaffen.
Kreiskarte für das Jahr 1913
der preuß. Provinz Pommern.
- Vorpommern von 1945 bis 1952
Nach dem 2. Weltkrieg wurden Vorpommern und die Insel Rügen durch die
sowjetische Militäradministration in das Land Mecklenburg
eingegliedert, das vorerst den Namen Mecklenburg-Vorpommern trägt. Die
vormaligen Kreise
bleiben in ihrem bisherigen Umfang bestehen.
Jedoch schon 1947 entfällt der Zusatz "Vorpommern" im Landesnamen
wieder.
Im Jahr 1949 wird das Land
Mecklenburg Bestandteil der neugegründeten DDR.
- Vorpommern von 1952 bis 1990
Nach der Auflösung der Länder in der DDR erfolgt die Bildung von Bezirken.
Das Gebiet von Vorpommern wird dabei auf die Bezirke Rostock
und Neubrandenburg
aufgeteilt wird.
Es kommt zusätzlich zu einer Kreisreform, bei der Grenzen der alten
Kreise verändert werden und neue
Kreise gebildet werden.
- Vorpommern von 1990 bis heute
- Hinterpommern von 1945 bis 1995
- Wojewodschaft Stettin (Szczecin)
- Wojewodschaft Köslin (Koszalin)
- Wojewodschaft Stolp (Slupsk)
- Wojewodschaft Schneidemühl (Pila)
Literatur
Zurück zur Pommern - Startseite
© 1995-99 by Gunthard Stübs;
Impressum