Welches Geld gab es in Pommern?



Mark

Stralsund bekam 1319 ein "Münze" verliehen, mit der Zusicherung, daß sie im ganzen Fürstenthum Rügen die einizige sein solle.
Doch bald spielte um ihres höheren Wertes willen die lübische (Lübecker) Mark eine Rolle. Sie galt zeitweise als das Anderhalbfache der sundischen, ja wohl gar das Zwei- und Dreifache. 1378, auf dem Höhepunkt der Hansezeit, wurden 660 mark lübisch mit 1000 Mark sundisch gleich gesetzt.
Von der wendischen oder sundischen und von der lübischen Mark zu unterscheiden ist noch wieder die Silbermark mit der namentlich in Köln gerechnet wurde. Sie übertraf noch wieder die lübische Mark. 1315 und 1324 wurde die Silbermark mit 4 wendischen, dann 2 1/2 sundischen bezahlt.

Schillinge und Pfennige

Dort wo die Mark zu viel Wert war, wurde auch in Schillingen (solidus) und Pfennigen (denarius) gerechnet. Die Mark galt 16 Schillinge und der Schilling galt 12 Pfennige, so daß auf die Mark 192 Pfennige kamen. Man sprach von slawischen oder wendischen und von sundischen Pfennigen, die aber scheinbar das selbe bedeuten.
Die Abkürzung für Schiling ist ß.

Gulden

Nach dem Beginn des großen Geldverfalles am Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Gulden, zunächst der rheinische, als das beste Geld eingeschätzt, aber 1492 und 1498 der alten Silbermark doch gleich gesetzt. Damals zählten 33 rheinische Gulden wie 100 sundische Mark.
1489 ordnete Bogislaw X. das pommersche Münzwesen neu und ließ auch pommersche Gulden prägen, wobei auch sie für 3 Mark gelten sollten.

Die Abkürzung für Gulden ist Fl.
1772 hatte ein Reichstaler einen Wert von 1,5 Gulden pommersch. (Neustettin)

Taler

Reichstaler

1772 hatte ein Reichstaler einen Wert von 1,5 Gulden pommersch. (Neustettin)


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